BaFin ergänzt Mandat des Sonderbeauftragten – Druck auf Deutsche Bank

ERM
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15. Februar 2019
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Deutsche Bank AG muss noch stärkere Anstrengungen zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung leisten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat mit einem rechtskräftigen Bescheid angeordnet, dass die gruppenweiten Risikomanagementprozesse im Korrespondenzbankgeschäft „zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen“ sind. Die Anordnung ergeht auf Grundlage des Geldwäschegesetzes (§ 51 Absatz 2 Satz 1 GwG).

Bereits im letzten September hatte die BaFin einen Sonderbeauftragten bei der Bank eingesetzt, der die Umsetzung der von ihr angeordneten Maßnahmen zur Geldwäsche-Prävention überwachen soll – ein bis dahin in Deutschland einmaliger Vorgang. Das Mandat dieses Sonderbeauftragten wurde nun ergänzt.

Dem „Spiegel“ liegen darüber hinaus offenbar Informationen vor, dass der Sonderbeauftragte nun auch klären soll, welche Rolle die Deutsche Bank im Geldwäsche-Skandal rund um die Danske Bank gespielt hat. 

Die dänische Bank steht im Verdacht, zwischen 2007 und 2016 über ihre Filiale in Estland mehr als 230 Mrd. US-Dollar aus Russland und anderen ehemaligen Sowjetstaaten über tausende Konten gewaschen zu haben. Die Deutsche Bank war in diesem Zeitraum einer der wichtigsten Korrespondenzbanken für die Danske. (kra)

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